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1000 Fragen an mich selbst: 1-40

   1000 Fragen an mich selbst - eine Idee, die ich irgendwo im Internet aufgeschnappt habe und die mir gefallen hat. Weil ich gerne über mich nachdenke und erzähle und weil ich Lust darauf habe, wieder etwas hier zu schreiben. Und weil es schön ist, mal andere Fragen zu beantworten als "Kommt das in der Klausur dran?" oder "Können wir heute mittag frei kriegen?" (Anwort: Erstens ja, zweitens nein.). Vielleicht komme ich gar nicht weiter als bis Frage 40, vielleicht doch. Vielleicht bin ich die Einzige, die Lust darauf hat, aber das wäre ja auch okay. Also fange ich einfach an. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Ich habe neulich das erste Mal die Note "ungenügend" vergeben. Das hat sich sehr komisch angefühlt und überhaupt keinen Spaß gemacht. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit meinem Freund. Der gleichzeitig auch mein bester Freund ist. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Unnötige Grübeleien. Was wenn meine Beziehung...

Auf Wiedersehen

In einer Sommernacht in den 90er Jahren haben wir auf einem abgelegenen Waldgrundstück gefeiert. Wir haben getrunken, gekifft, gelacht. Irgendwann haben M. und S. in Unterhosen vor meinem alten weißen Fiesta getanzt, während ich mit der Lichthupe Discolicht gemacht habe. Das Lied, zu dem sie getanzt haben war dieses: Mach's gut, Keith.

Girlcrush: Carol Kaye

Vor diesem Video hatte ich Carol Kaye zwar gehört, aber ich hatte noch nie von ihr gehört. Und nun schäme ich mich dafür. Was für eine Frau, was für eine Musikerin.

Scary times

Get upon ya feet

Wenn dir das Leben mal keine Zitronen reicht, sondern zuckersüß ist, dann ist es Zeit zu tanzen.

Sunday Funday

Dieses Video hat mir großen, großen Spaß gemacht. Wie toll dieses Internet doch ist, weil es einem solche Sachen ins Leben spült. (Oh mein Gott, die 80er!)

Nach Hause kommen

Letzten Mittwoch warst Du wieder da, E. Du bist jeden Tag da, seit Du weg bist (vor über 2 Jahren bist Du gegangen, 2 Jahre, verdammt nochmal!), manchmal ganz nah, manchmal weiter weg, manchmal nur ein Punkt am Horizont. Jedenfalls, als ich am Mittwoch Spargel geschält habe, lief nebenher "Sing meinen Song" auf dem Computer. Eine Sendung, die eigentlich nicht mal ein guilty pleasure ist, mir erscheint dieses gegenseitige Abfeiern oft aufgesetzt und The BossHoss oder Mark Forster oder gar der unsägliche Xavier Naidoo sind so überhaupt nicht meins, aber in dieser Staffel ist Judith Holofernes dabei und die finde ich ziemlich toll. Wir sind Helden haben mich noch ein bisschen durch mein Studium begleitet, eine gute Zeit, und ich halte sie für eine großartige Schreiberin, die so begeistert über dieses Format schreibt , dass ich mir ihre Folge nicht entgehen lassen konnte. Und bei Bring mich nach Hause warst Du dann da und ich habe in die Hollandaise geschluchzt. Hast Du D...
I am currently experiencing life at the speed of 15 wtf’s per hour.

Vom Zirkus und von Affen

  Wenn es mal nicht wieder nicht so läuft bei der Arbeit. Wenn alle durchdrehen. Dann bitte nicht den Dompteur spielen oder versuchen, alle Bälle allein zu jonglieren, die fallen einem am Ende nur auf den Kopf und die Füsse und das kann richtig weh tun. Sondern daran denken: not my circus, not my monkeys. Es ist nur Arbeit, das Leben ist so viel mehr. Mir hilft das sehr, wenn alle paar Minuten jemand in der Tür steht und etwas fragt, was tausendmal besprochen wurde. Oder mein Chef E-Mails mit absolut rätselhaftem Inhalt verschickt. Und auch noch eine Antwort erwartet. Was auch hilft: dieses Lied, das mir beim This is us -bingen (wie gut ist bitte diese Serie? Ich muss während jeder Folge mindestens einmal weinen) wieder begegnet ist und seither in Dauerschleife läuft. Baby, ev'rything is all right, uptight, out of sight Baby, ev'rything is all right, uptight, out of sight
Dieser Song, diese Band war fester Bestandteil aller meiner Mixtapes in den 90ern. Die Sängerin Dolores O‘Riordan hat irgendwann in einem Interview gesagt, dass ihre Beine wie Milchflaschen aussehen würden und ich dachte ‚genau wie meine‘. Jetzt ist sie gestorben. Farewell!

Wovon es nie genug gibt

Von Kuchen und Liebe kann es nicht genug geben. Zum Beispiel diesen Käsekuchen für zwei . Oder diese Tarte tatin . Und natürlich alles mit Bananen. Sophie Dahls Bananenbrot tröstet mich seit Jahren über die kalte Jahreszeit hinweg, an dem Tag, an dem die Heizung angestellt werden muss, wird ein Bananenbrot gebacken. Der Mann wird nie verstehen, warum es Brot heißt, obwohl es doch eindeutig Kuchen ist. Am Wochenende hat es Konkurrenz bekommen von diesem karmellisierten Upside-down-Bananenkuchen : Bild und Rezept via callmecupcake Der ist so gut, wie er aussieht. Noch besser, als er aussieht. So, so gut. Karamellig, bananig, klebrig, saftig, süß, tröstend. So gut, dass der Mann traurig war, weil er nur einen halben Kuchen auf einmal essen konnte. Und glücklich, weil der Kuchen Kuchen hieß und nicht Brot.
Wenn du traurig bist, denk daran, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt ist und du es irgendwie geschafft hast, zur gleichen Zeit wie David Bowie zu existieren. 2 Jahre. Immer noch traurig.

Every body is a beach body

via quarterlifepoetry Seit ich Anfang der 90er Jahre angefangen habe, mich von Mädchen und Bravo Girl! zu verabschieden und mir die ersten Frauenzeitschriften kaufte, ist es jedes Jahr dasselbe: schon im Januar wird mir der Weg zur perfekten Bikinifigur erklärt, obwohl ich nie danach gefragt habe. Früher hat Claudia Schiffer exklusiv ihre privaten Tipps verraten, heute macht das eine Influencerin, die ich nicht kenne. Früher hieß es Bikinifigur, heute Beachbody - man geht nicht mehr an den Strand, sondern an den Beach (in meinem Kopf fängt mein Deutschlehrer an, leise zu weinen). Damals sollte ich mich ausschließlich von hartgekochten Eiern und Ananas ernähren, jetzt nur noch Superfoods in Form von Smoothies oder Acai Bowls oder Avocado Toast (#cleaneating #healthyfood #healthylife, #lasstmichdamitinruhe) zu mir nehmen. Und vielleicht noch ein paar Mandeln. Wie schlimm. Der Weg zum Beachbody interessiert mich nämlich nicht wirklich. Mein ricottaweißer Körper samt Rollen, ...

Ein Brief zum Jahrestag

Lieber E, heute ist es genau zwei Jahre her, seit ich Dich das letzte Mal gesehen habe. Wie (fast) immer haben wir uns zum Essen getroffen und wie immer hast Du das Restaurant vorgeschlagen. Ein thailändisches Restaurant, in das ich nie gegangen wäre, weil es sich so gut versteckt hat. In einer kleinen Nebenstrasse der großen Einkaufsmeile, zwischen Primark und Uniqlo, neben McDonalds, Dönerbuden und Billig-Chinesen, wo man für 5 Euro soviel Glutamat essen kann, wie man schafft, bevor es einem schlecht wird, war der Eingang so schwer zu finden, dass ich sogar Siri um Hilfe bitten musste. Und als wir dann am Tisch saßen, habe ich Dich damit aufgezogen, weil Du hierher wolltest, wo neben thailändischem Essen auch thailändische Massagen auf der Karte stehen. Du hast gelacht und gesagt "warte einfach ab". Und natürlich hattest Du Recht - dieses Essen! Die besten vietnamesischen Frühlingsrollen der Welt. Das beste Phad Thai Gai der Welt. Und der beste Freund der Welt.

Weihnachten

Manchmal, eigentlich gar nicht so selten, passiert es mir, dass ich nach dem Öffnen von Geschenken denke "Was soll das denn? Kennt der/die mich überhaupt?" und ich glaube, es ist mir anzumerken, dass ich mich nicht freue. Bei Höflichkeitsgeschenken von Irgendwem ist mir das egal, aber bei Menschen, die mir nahe stehen, schäme ich mich dafür. Weil diese Worte von Cheryl Strayed mich daran erinnern, wie blöd meine Gedanken sind. Es kann so schnell vorbei sein und es sind ganz andere Dinge, die zählen. One Christmas at the very beginning of your twenties when your mother gives you a warm coat that she saved for months to buy, don’t look at her skeptically after she tells you she thought the coat was perfect for you. Don’t hold it up and say it’s longer than you like your coats to be and too puffy and possibly even too warm. Your mother will be dead by spring. That coat will be the last gift she gave you. You will regret the small thing you didn’t say for the rest of your...

Throwback Sunday

Nicht neu, aber ich freue mich immer noch darüber. Eine Heldin meiner 20er singt eines meiner ewigen Mitsinglieder in einer aktualisierten Version. Und sie ist immer noch toll. Das Video liebe ich ebenfalls nach wie vor. Erinnert sich noch jemand daran, wie wichtig Videos waren? Und es passt mit all dem Schnee gut in die Jahreszeit. Auch wenn ich vor dem Fenster nur traurige Pfützen sehe.

The good cry

  Es war mir immer peinlich, wenn ich in der Gegenwart anderer Menschen weinen musste. Im Kino war okay, aber nur, wenn es ein trauriger Film war. Aber ansonsten: Tränen bitte nur in den eigenen vier Wänden und wenn niemand dabei ist, außer der besten Freundin vielleicht. Das habe ich jahrelang so gemacht, bis das Leben beschlossen hat mir zu zeigen, dass es grausam sein kann, furchteinflössend und auf die Art hoffnungslos, die alles schwarz färbt. Es warf mit schlechten Nachrichten um sich und es gab keine Möglichkeit mich hinter einem tapferen Lächeln oder einem schiefen Witz zu verstecken, die Fassade war ab, alles lag frei. Also weinte ich. Ich weinte auf der Strasse, im Restaurant, am Telefon, auf Spielplätzen und in Parks, während ich Baguettes aß, die aus irgendeinem Grund mit Schinken und Bananen belegt waren. Und es war mir sowas von scheißegal, ob andere Menschen das sehen oder was sie von mir denken oder wie ich dabei aussehe. Die Tränen waren notwendig, ...

I knit so I won't kill people

via makinology.tumblr Ich stricke gerne. Weil nach einem langen Tag das Gedankenknäuel im Kopf so schön entwirrt wird, wenn man sich auf das Zählen von Maschen und Reihen konzentriert - Stricken ist Yoga mit Nadeln, der Kopf wird frei, ohne dass man sich verrenken muss. Weil es ein so gutes Gefühl ist, zu sehen, wie aus einem langen, langen Faden etwas entsteht, das es vorher noch nicht gab und das nur, weil ich mit zwei Nadeln wackle. Wow. (Es ist wie beim Brotbacken, unglaublich, wie durch meine Hände und Wärme aus Mehl und Wasser Brot entsteht. Brot!) Deshalb mag ich es, kaufe mir jedes Jahr die Brigitte mit der Strickbeilage (zweimal im Jahr Brigitte , die mit den Strickmustern und die mit der Plätzchenbeilage), habe Stricknadeln in allen Längen und Durchmessern. Auch wenn ich nicht wirklich gut bin und so gut wie nie etwas aus der Brigitte nachstricke. Aber beim Stricken ist für mich tatsächlich der Weg das Ziel. Und wenn das Ziel ein Schal oder eine Babydecke ...

Eyecandy

Die Musik von OK Go ist vielleicht manchmal nur so mittelspannend, aber verdammt nochmal, Videos machen können sie. Und verdammt nochmal, in dieser grauen trüben Novembersuppe brauche ich Farbe.

Jugendliebe reloaded

Als Trainspotting rauskam, hat dieser Film mich richtig, richtig umgehauen. Ich habe ihn im Kino gesehen, ich habe ihn mir auf Video geholt (erinnert sich noch jemand an Videotheken?) und wir haben den Soundtrack rauf und runtergehört. Born slippy,   Lust for Life ,  Perfect Day. .. Im letzten Herbst habe ich dann den Trailer für T2 gesehen und wollte den Film auf keinen Fall verpassen, endlich mal wieder ins Kino gehen, hurra. Das mit dem Kino hat natürlich nicht geklappt. Vergessen, zu müde, keine Lust rauszugehen, ist ja schon dunkel, he, das Kino, das Filme in der Originalfassung zeigt, ist voll weit weg, he, warum läuft er nach nur 12 Wochen nicht mehr, Unverschämtheit. Vor ein paar Wochen haben wir den Film dann endlich gesehen, iTunes sei Dank, und ich mochte ihn. Ich mochte, wie die Geschichte weitererzählt wurde, es war ein bisschen, als würde man alte Bekannte nach 20 Jahren wieder treffen und bei sich denken "wow, unglaublich, dass die noch leben!". Und "p...