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The good cry



Es war mir immer peinlich, wenn ich in der Gegenwart anderer Menschen weinen musste. Im Kino war okay, aber nur, wenn es ein trauriger Film war. Aber ansonsten: Tränen bitte nur in den eigenen vier Wänden und wenn niemand dabei ist, außer der besten Freundin vielleicht.
Das habe ich jahrelang so gemacht, bis das Leben beschlossen hat mir zu zeigen, dass es grausam sein kann, furchteinflössend und auf die Art hoffnungslos, die alles schwarz färbt. Es warf mit schlechten Nachrichten um sich und es gab keine Möglichkeit mich hinter einem tapferen Lächeln oder einem schiefen Witz zu verstecken, die Fassade war ab, alles lag frei. Also weinte ich. Ich weinte auf der Strasse, im Restaurant, am Telefon, auf Spielplätzen und in Parks, während ich Baguettes aß, die aus irgendeinem Grund mit Schinken und Bananen belegt waren. Und es war mir sowas von scheißegal, ob andere Menschen das sehen oder was sie von mir denken oder wie ich dabei aussehe. Die Tränen waren notwendig, damit ich das tun konnte, was ich tun musste.
Das ist etwas, das ich aus der finsteren Zeit mitnehmen konnte: es passiert überhaupt nichts Schlimmes, wenn ich in der Öffentlichkeit weine. Außer, dass es mir hinterher ein bisschen besser geht.

Und dazu dieses Lied, bei dem einem auch nichts übrig bleibt als zu weinen. Weil es so schön ist, so schön traurig.




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