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Posts mit dem Label "wahre worte" werden angezeigt.
I am currently experiencing life at the speed of 15 wtf’s per hour.

Vom Zirkus und von Affen

  Wenn es mal nicht wieder nicht so läuft bei der Arbeit. Wenn alle durchdrehen. Dann bitte nicht den Dompteur spielen oder versuchen, alle Bälle allein zu jonglieren, die fallen einem am Ende nur auf den Kopf und die Füsse und das kann richtig weh tun. Sondern daran denken: not my circus, not my monkeys. Es ist nur Arbeit, das Leben ist so viel mehr. Mir hilft das sehr, wenn alle paar Minuten jemand in der Tür steht und etwas fragt, was tausendmal besprochen wurde. Oder mein Chef E-Mails mit absolut rätselhaftem Inhalt verschickt. Und auch noch eine Antwort erwartet. Was auch hilft: dieses Lied, das mir beim This is us -bingen (wie gut ist bitte diese Serie? Ich muss während jeder Folge mindestens einmal weinen) wieder begegnet ist und seither in Dauerschleife läuft. Baby, ev'rything is all right, uptight, out of sight Baby, ev'rything is all right, uptight, out of sight
Wenn du traurig bist, denk daran, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt ist und du es irgendwie geschafft hast, zur gleichen Zeit wie David Bowie zu existieren. 2 Jahre. Immer noch traurig.

Every body is a beach body

via quarterlifepoetry Seit ich Anfang der 90er Jahre angefangen habe, mich von Mädchen und Bravo Girl! zu verabschieden und mir die ersten Frauenzeitschriften kaufte, ist es jedes Jahr dasselbe: schon im Januar wird mir der Weg zur perfekten Bikinifigur erklärt, obwohl ich nie danach gefragt habe. Früher hat Claudia Schiffer exklusiv ihre privaten Tipps verraten, heute macht das eine Influencerin, die ich nicht kenne. Früher hieß es Bikinifigur, heute Beachbody - man geht nicht mehr an den Strand, sondern an den Beach (in meinem Kopf fängt mein Deutschlehrer an, leise zu weinen). Damals sollte ich mich ausschließlich von hartgekochten Eiern und Ananas ernähren, jetzt nur noch Superfoods in Form von Smoothies oder Acai Bowls oder Avocado Toast (#cleaneating #healthyfood #healthylife, #lasstmichdamitinruhe) zu mir nehmen. Und vielleicht noch ein paar Mandeln. Wie schlimm. Der Weg zum Beachbody interessiert mich nämlich nicht wirklich. Mein ricottaweißer Körper samt Rollen, ...

Weihnachten

Manchmal, eigentlich gar nicht so selten, passiert es mir, dass ich nach dem Öffnen von Geschenken denke "Was soll das denn? Kennt der/die mich überhaupt?" und ich glaube, es ist mir anzumerken, dass ich mich nicht freue. Bei Höflichkeitsgeschenken von Irgendwem ist mir das egal, aber bei Menschen, die mir nahe stehen, schäme ich mich dafür. Weil diese Worte von Cheryl Strayed mich daran erinnern, wie blöd meine Gedanken sind. Es kann so schnell vorbei sein und es sind ganz andere Dinge, die zählen. One Christmas at the very beginning of your twenties when your mother gives you a warm coat that she saved for months to buy, don’t look at her skeptically after she tells you she thought the coat was perfect for you. Don’t hold it up and say it’s longer than you like your coats to be and too puffy and possibly even too warm. Your mother will be dead by spring. That coat will be the last gift she gave you. You will regret the small thing you didn’t say for the rest of your...
We imagine things that we wouldn’t be able to survive, but in fact, we do survive. We have no choice, so we do it. - Joan Didion. Joan Didion mag ich so sehr. Und ihr Buch über den Verlust ihres Mannes und die Trauer, aus dem dieses Zitat stammt, bedeutet mir viel. Meine Mutter hat in ihrer Version etwas ähnliches am Sterbebett meines Vaters gesagt: "So traurig es ist, das Leben geht weiter." Ich glaube, diese Haltung hat ganz viel dazu getan, dass wir weitermachen konnten. Noch weiter machen können.