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Der Verstand sagt nein, aber das Herz schreit Disco.

Aber vermutlich ruft mich weder an diesem, noch am nächsten Wochenende (oder an irgendeinem anderen in der näheren Zukunft) die Discokugel, sondern etwas ganz anderes. Ein heißes Bad und ein Buch? Die zweite Staffel Stranger Things?
Ehrlich gesagt ist es wahrscheinlicher, dass ich am Samstag nachmittag losgehe, um Filz zu kaufen und Follow the call of the Discoball nach zu basteln, während ich Fritzcola trinke, als tatsächlich dem Ruf der Discokugel zu folgen - sollte ich ihn überhaupt hören.
Früher habe ich das stets getan, ich hätte es gar nicht ausgehalten, ihr verführerisches Raunen zu ignorieren, egal welche Argumente der Verstand vorbrachte; zu Hause bleiben war Zeitverschwendung, schlafen kann ich, wenn ich tot bin, vorher muss ich aber noch trinken und tanzen, basta. Und wo hat es mich nicht überall hingeführt, jeden Abend an einen anderen Ort. Große und kleine, manche ganz nah, andere unvernünftig weit weg. Orte, die man bei Tageslicht nie wieder erkannt hätte, aber jeder war auf irgendeine Weise schmutzig, verraucht, voll düsterer Ecken, in denen man rummachen oder tränenüberströmt dabei zusehen konnte, wie der Junge, den man so sehr liebte, seine neue Freundin das erste Mal küsste. Und überall funkelte die Discokugel als wollte sie sagen "da bist du ja endlich!" und hat mir eine gute Zeit versprochen - die beste! Diese Versprechen hat sie nicht immer gehalten, aber, oh boy, oft genug und oft genug sind nur verschwommene, vage Erinnerungen geblieben. Vermutlich waren das die besten Nächte, aber ob das stimmt, weiß nur die Discokugel und sie wird es nicht verraten. Was unter der Discokugel passiert, bleibt unter der Discokugel. Besser so.

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