Direkt zum Hauptbereich

Alive



I'm still alive. Ich lebe noch. Und ich habe einiges gelernt:


1. Mein Unterbauch ist eine Messiewohnung. Zumindest hat mir das die Ärztin vermittelt, die direkt nach der OP an meinem Bett stand, die Arme verschränkte und vorwurfsvoll "Wie sah's denn da aus?" sagte. Ich glaube, sie wollte Trinkgeld für's Entrümpeln.
2. Sag' niemals nie. Vor allem nicht zu und über Dinge, die dir das Leben retten können. In meinem Fall: Trockenshampoo (das von Schauma, das ist wirklich, wirklich gut) und Blasenkatheter (ach, reden wir nicht darüber).
3. Krankenhausessen ist noch schlechter als sein Ruf. Nimm' das schlechteste Essen, das du jemals hattest, multiplizier' es mit tausend und du bist noch nicht mal nahe dran. Kann mir bitte jemand schnell die Erdbeeren reichen?
4. So was ist ganz schön anstrengend. Ich dachte, nach der OP kann ich gleich wieder fröhlich summend ins Leben hüpfen. Ich dachte, pffffh, wieso so lange krank geschrieben, aber gut, kannste gleich tausend Sachen erledigen. Falsch gedacht, kleines Fräulein Ungeduld. Leg' Dich mal schön wieder hin und ruh' Dich aus, aber flott. Zum Glück kommt der Schmerz immer vorm Schaden, sonst hätte ich mich schon längst kaputt gemacht.







Kommentare

  1. oh maaaann, liebe silke, das klingt nach viel zu viel krankenhaus und zu viel körper-durcheinander aber auch nach "ooh, sie schreibt noch" und dann ist noch genuuuuug *alive* vorhanden! ich wünsch dir ganz baldigste genesung und beste erholung und schreiben kann man auch vom bett aus ... zuckersüße grüße und alles allerbeste von der S. vom blech!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, die Innereien sortieren sich gerade wieder, ich mich auch und es wird von Tag zu Tag besser. Ich darf auch wieder arbeiten, was mir richtig gut tut. Und wenn ich müde werde, schicken mich meine liebsten Kollegen auch sofort nach Hause. Wo ich dank Mamas Wäsche- und Essensservice auf Rädern eigentlich auch nix tun muss.

      Löschen
  2. willkommen zurück und zuhause :-)
    liebe grüße! und schön ruhig angehen lassen, ne?
    steffi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wird gemacht. Ich merke gerade zum ersten Mal in meinem Leben, wie sich der Körper selbst die Ruhe holt, die er braucht. Das macht er wirklich gut und ich höre auf ihn. Dann ist er bestimmt bald wieder vollends lieb zu mir.

      Löschen
  3. Schön, daß Du wieder da bist. Schon Dich und im Notfall ein Sekt für den Kreislauf? Oder mitwippen bei "Alive" und "Groove is in the heart".

    Liebe Genesungsgrüße
    Katja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank! Auch für die Tipps, am Wochenende hab' ich's mit Bier für den Kreislauf probiert, aber das war nicht so gut, jetzt versuche ich das mit dem schonen...

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Mein guter Vorsatz.

Ich habe nie gute Vorsätze für's neue Jahr.  Das mag daran liegen, dass ich bei den üblichen Verdächtigen schon längst ein Häkchen gemacht habe. Rauchen aufhören? Ich hab' nie geraucht. Weniger Alkohol trinken? Ich trinke ungefähr 6 mal im Jahr Alkohol, vermutlich wäre weniger gefährlich. Sport machen? Mach' ich schon, fühl' mal meinen Bizeps. Nee, besser doch nicht. Aber Sport mach' ich. Gesünder essen? Pffff, seit Jahren. (Oh Gott, wenn ich das lese, sollte ich mir vielleicht vornehmen, nicht der langweiligste Streber auf Erden zu werden. Aber nein, da habe ich ja schon vorgesorgt. Wenn ich anfange, jahreszeitbezogene Fensterbilder mit Window Color zu malen, schlägt L. mich k.o.).  Wenn ich etwas tun will, dann tue ich es. Oder ich lasse es. Oder ich kann mich nicht entscheiden und jammere. Aber ganz sicher nicht an einem bestimmten Datum. Und ich hasse Silvester. Diese übertriebene Erwartungshaltung, ein Jahr endet, ein neues beginnt, da muss doch die b...

Hoffnung und Liebe

23.02., 16 Uhr, alles ruhig in der Armbeuge 23.02., 17 Uhr, waaaaah! 24.02., 7 Uhr, es ist immer noch da. Nach dem Geburtstagsessen meines Schwagers (es gab den Himalaya aus Kässpätzle mit einem Nebengebirge aus geschmälzten Zwiebeln, diese gutbürgerlichen Restaurants immer, als gäb's nie wieder was zu Essen), Monster malen ("ich mal Fresso und du Glotzer"), Fratzen-Fotos und Sofa schleudern mit den Kindern, wollte ich eigentlich nur kurz ins Tattoo-Studio, um mich nach einem Termin zu erkundigen und dann schnell nach Hause, ich fühlte mich wie Fresso (ich habe das Kässpätzle-Zwiebel-Gebirge selbstverständlich aufgegessen). Der nette junge Mann warf nur einen kurzen Blick auf meinen Entwurf, zog die Augenbrauen hoch und sagte: "Des kann man schon machen, aber eigentlich geht Tattoo anders." Und "Termin brauchsch' dafür net, Termin brauchsch' nur für richtige Tattoo, des mach' ich glei, mir isch eh' langweilig." Das ist ...

1000 Fragen an mich selbst: 1-40

   1000 Fragen an mich selbst - eine Idee, die ich irgendwo im Internet aufgeschnappt habe und die mir gefallen hat. Weil ich gerne über mich nachdenke und erzähle und weil ich Lust darauf habe, wieder etwas hier zu schreiben. Und weil es schön ist, mal andere Fragen zu beantworten als "Kommt das in der Klausur dran?" oder "Können wir heute mittag frei kriegen?" (Anwort: Erstens ja, zweitens nein.). Vielleicht komme ich gar nicht weiter als bis Frage 40, vielleicht doch. Vielleicht bin ich die Einzige, die Lust darauf hat, aber das wäre ja auch okay. Also fange ich einfach an. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? Ich habe neulich das erste Mal die Note "ungenügend" vergeben. Das hat sich sehr komisch angefühlt und überhaupt keinen Spaß gemacht. Mit wem verstehst du dich am besten? Mit meinem Freund. Der gleichzeitig auch mein bester Freund ist. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit? Unnötige Grübeleien. Was wenn meine Beziehung...