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Posts

Eyecandy

Die Musik von OK Go ist vielleicht manchmal nur so mittelspannend, aber verdammt nochmal, Videos machen können sie. Und verdammt nochmal, in dieser grauen trüben Novembersuppe brauche ich Farbe.

Jugendliebe reloaded

Als Trainspotting rauskam, hat dieser Film mich richtig, richtig umgehauen. Ich habe ihn im Kino gesehen, ich habe ihn mir auf Video geholt (erinnert sich noch jemand an Videotheken?) und wir haben den Soundtrack rauf und runtergehört. Born slippy,   Lust for Life ,  Perfect Day. .. Im letzten Herbst habe ich dann den Trailer für T2 gesehen und wollte den Film auf keinen Fall verpassen, endlich mal wieder ins Kino gehen, hurra. Das mit dem Kino hat natürlich nicht geklappt. Vergessen, zu müde, keine Lust rauszugehen, ist ja schon dunkel, he, das Kino, das Filme in der Originalfassung zeigt, ist voll weit weg, he, warum läuft er nach nur 12 Wochen nicht mehr, Unverschämtheit. Vor ein paar Wochen haben wir den Film dann endlich gesehen, iTunes sei Dank, und ich mochte ihn. Ich mochte, wie die Geschichte weitererzählt wurde, es war ein bisschen, als würde man alte Bekannte nach 20 Jahren wieder treffen und bei sich denken "wow, unglaublich, dass die noch leben!". Und "p...
We imagine things that we wouldn’t be able to survive, but in fact, we do survive. We have no choice, so we do it. - Joan Didion. Joan Didion mag ich so sehr. Und ihr Buch über den Verlust ihres Mannes und die Trauer, aus dem dieses Zitat stammt, bedeutet mir viel. Meine Mutter hat in ihrer Version etwas ähnliches am Sterbebett meines Vaters gesagt: "So traurig es ist, das Leben geht weiter." Ich glaube, diese Haltung hat ganz viel dazu getan, dass wir weitermachen konnten. Noch weiter machen können.

Noch ein Brief

Lieber E, heute ist dein Geburtstag, schon der zweite, an dem du nicht da bist. Ich will bald mal wieder bei dir vorbeischauen, vielleicht aber auch nicht. Als ich das letzte Mal da war, hat mich dein Grab so traurig gemacht. Nicht etwa, weil mir aufgegangen wäre, dass du mir nie wieder schreiben wirst, ich nie wieder ein Buch lesen werde, dass du mir empfohlen hast, wir nie wieder ein neues Restaurant ausprobieren werden - in beiden Bereichen wird es nie jemanden geben, der dir das Wasser reichen kann, Essen und Lesen, das waren unsere großen Themen und du sowas wie mein Guru -,  das ist mir jeden Tag klar. Es hat mich traurig gemacht, wie verwahrlost das Grab aussah. Dir ist das vermutlich egal, wenn es so ist, wie ich es mir für dich erhoffe, tanzt du irgendwo auf deine ulkige Art und Weise herum und hast dein Elend hier schon ganz vergessen. Aber ich bin ja noch hier und ich hätte gerne gesehen, dass es jemandem wichtig ist, sich darum zu kümmern, wie es bei dir aussieht. ...

Von Monstern und Menschen

I’ve got 99 problems and 86 of them are completely made up scenarios in my head that I’m stressing about for absolutely no logical reason. Manchmal kommen nachts fiese kleine Monster und zerren an der Bettdecke bis ich aufwache, weil mir kalt ist. Dann machen sie es sich bequem und erinnern mich daran, was für ein unzulänglicher Mensch ich bin. “Du hast doch nicht etwa vergessen, was für einen unpassenden Witz du vor 3 Jahren in dieser Besprechung gemacht hast? Doch? Also von deinen Kollegen weiß das noch jeder, C guckt dich doch seitdem immer so schräg an!” -  “Und weißt du noch, vor 15 Jahren, als du dich auf dieser Party so betrunken hast, weil du traurig warst, und dann warst du fies zu Ps neuer Freundin und bist die Treppe runtergefallen? Tja, P und du, ihr seid nicht ohne Grund keine Freunde mehr!” Und ich liege dann da, mit klopfendem Herzen, und versuche nicht hinzuhören, aber es ist zu spät. Dieser unwichtige Blödsinn, an den sich niemand mehr e...

30 Tage Musik

Vor einiger Zeit gab es bei Twitter den Hashtag #30daysofmusic. Mir hat die Idee gefallen, allerdings bin ich sehr, sehr langsam, was sowas angeht. Und zudem liegt mir Twitter nicht besonders, ich kann mich nicht auf 140 Zeichen beschränken (auch 280 wäre schwierig). Aber es hat mir Spaß gemacht, mich auf diese Art und Weise mit Musik zu beschäftigen, die mir wichtig ist. Dabei heraus gekommen ist eine Playlist, die irgendwie gar nicht zusammenpasst. Aber es ist meine. Tag 1 Tag 2 Tag 3  Tag 4 Tag 5 Tag 6 Tag 7 Tag 8 Tag 9 Tag 10 Tag 11 Tag 12 Tag 13 Tag 14 Tag 15 Tag 16 Tag 17 Tag 18 Tag 19 Tag 20 Tag 21 Tag 22 Tag 23 Tag 24 Tag 25 Tag 26 Tag 27 Tag 28 Tag 29 Tag 30

Der Verstand sagt nein, aber das Herz schreit Disco.

Aber vermutlich ruft mich weder an diesem, noch am nächsten Wochenende (oder an irgendeinem anderen in der näheren Zukunft) die Discokugel, sondern etwas ganz anderes. Ein heißes Bad und ein Buch? Die zweite Staffel Stranger Things ? Ehrlich gesagt ist es wahrscheinlicher, dass ich am Samstag nachmittag losgehe, um Filz zu kaufen und Follow the call of the Discoball nach zu basteln, während ich Fritzcola trinke, als tatsächlich dem Ruf der Discokugel zu folgen - sollte ich ihn überhaupt hören. Früher habe ich das stets getan, ich hätte es gar nicht ausgehalten, ihr verführerisches Raunen zu ignorieren, egal welche Argumente der Verstand vorbrachte; zu Hause bleiben war Zeitverschwendung, schlafen kann ich, wenn ich tot bin, vorher muss ich aber noch trinken und tanzen, basta. Und wo hat es mich nicht überall hingeführt, jeden Abend an einen anderen Ort. Große und kleine, manche ganz nah, andere unvernünftig weit weg. Orte, die man bei Tageslicht nie wieder erkannt hätte, aber jede...