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Mein guter Vorsatz.

Ich habe nie gute Vorsätze für's neue Jahr.  Das mag daran liegen, dass ich bei den üblichen Verdächtigen schon längst ein Häkchen gemacht habe. Rauchen aufhören? Ich hab' nie geraucht. Weniger Alkohol trinken? Ich trinke ungefähr 6 mal im Jahr Alkohol, vermutlich wäre weniger gefährlich. Sport machen? Mach' ich schon, fühl' mal meinen Bizeps. Nee, besser doch nicht. Aber Sport mach' ich. Gesünder essen? Pffff, seit Jahren. (Oh Gott, wenn ich das lese, sollte ich mir vielleicht vornehmen, nicht der langweiligste Streber auf Erden zu werden. Aber nein, da habe ich ja schon vorgesorgt. Wenn ich anfange, jahreszeitbezogene Fensterbilder mit Window Color zu malen, schlägt L. mich k.o.).  Wenn ich etwas tun will, dann tue ich es. Oder ich lasse es. Oder ich kann mich nicht entscheiden und jammere. Aber ganz sicher nicht an einem bestimmten Datum. Und ich hasse Silvester. Diese übertriebene Erwartungshaltung, ein Jahr endet, ein neues beginnt, da muss doch die b...

Make a wish!

Das wünsch' ich mir zu Weihnachten. Eine Wunschmaschine. So viele Wünsche wie ich will, nicht nur drei wie im Märchen. Ich wäre ja so ein Mensch, der als dritten Wunsch unendlich viele Wünsche hätte. Total bescheuert und überhaupt nicht Sinn der Sache. Es geht ja gerade darum nur DREI Wünsche zu haben, wirkliche, echte Herzenswünsche. Vermutlich, weil die Erfüllung dreier solcher Wünsche wesentlich glücklicher macht, als die Möglichkeit, sich jeden einzelnen Wunsch und sei er noch so klein und unbedeutend zu erfüllen, da würde man nur noch wünschen, weil man es eben kann. Hmm, vielleicht brauche ich gar keine Wunschmaschine. Oder doch? Sieht so aus, als bräuchte ich eine Entscheidungsmaschine... Oder doch eine Zeitmaschine? Keine Zeitreisemaschine, sondern eine Maschine, die auf Knopfdruck und für bescheidene 25 Cent Zeit ausspuckt. Die könnte ich brauchen, ach bitte, nur zehn Minuten länger schlafen, eine Woche länger Urlaub, ein Jahr länger lieben. In der Zeit ...

Das Glückspaket zum Wochenende

(via pinterest ) Mein Wochenende wird golden. Muss ja mal sein, bei all dem Grau und der Kälte und dem Gejammer und Gekränkel. Danke nochmal, lieber C., für den Rat, mich nicht nur warm, sondern WARM anzuziehen. Und es wird golden, weil:   ☼  Die Marlene-Clutch ist da. Kupfergold liegt sie neben mir auf dem Schreibtisch, funkelt und flüstert, dass sie mit mir ausgehen möchte, unerhörte Dinge tun will, im Schutz der Dunkelheit. Ich sehe sie an, nicke und denke "bald, bald, sobald die Nacht hereinbricht, ziehen wir los". Was mich am glücklichsten macht, ist dieses Nur-für-mich-Gefühl. Das hatte ich das erste Mal als ich klein war, haben meine Eltern für mich und meine Schwestern die unglaublichsten Puppenhäuser und -betten aus Eisstielen gebaut haben. Aus EISSTIELEN, hunderte davon. Sie haben nächtelang gebaut, geschraubt, geklebt, die Wände waren tapeziert, die Böden mit Teppich ausgelegt, die winzigen Zimmer perfekt eingerichtet, meine Mutter hat klitzekleine Bett...

Happy birthday,

Baby V! Ich weiß gar nicht, ob sein Geburtstag heute ist oder doch schon gestern war, denn V ist in den USA geboren und Zeitverschiebungen verwirren mich. Auf jeden Fall ist er endlich da, und das macht diesen Tag zu einem wundervollen. Lieber V, willkommen in Deinem Leben, möge es wundervoll werden. Deine Eltern sind großartig und Du hast mit Elvistolle die Bühne dieser Welt betreten, das sind ja schon mal gute Voraussetzungen. Hoffentlich piekt Dich Deine große Schwester nicht zu doll - yay, A ist große Schwester! Ich hoffe sehr, A hat sich schon auf den Weg zu Tiffany's gemacht, denn O erwartet zu Recht eine angemessene Belohnung. Ich glaube, das könnte ihr gefallen. Oder das ?  Sonst wird er in die Garage umgesiedelt und da wohnen die giftigen Mini-Spinnen.

Soulfood

Ich war ein ziemlich schräges Kind, zumindest wenn 's ums Essen ging. Ich mochte kaum etwas von dem, was angeblich alle Kinder mögen, und was daher auf jedem Kindergeburtstag aufgetischt wurde: Pizza, Spaghetti mit Tomatensosse, Hawaii-Toast, Chicken Nuggets, Ketchup, Hamburger (erst als ich zwanzig war hat mir ein Burger geschmeckt und das auch nur, weil ein Joint im Spiel war), Marmorkuchen, Erdbeerkuchen, zumindest wenn er mit Tortenguss überzogen war, und so weiter. Das machte den Besuch solcher Veranstaltungen schwierig, ich schob Pizzastücke von links nach rechts, zermatschte Kuchen und traute mich nicht, zu sagen, dass ich das alles nicht essen mochte, weniger, um höflich zu sein, als aus Angst, nicht mehr eingeladen zu werden. Um nicht hungrig nach Hause zu gehen, musste ich eben beim Schokoladenessen gewinnen und da war ich, glaube ich, ziemlich rabiat.  Andererseits liebte ich ein paar Abscheulichkeiten heiß und innig: ich bestrich eine Brötchenhälfte dick mit Butter und...

Das (sehr späte) Glückspaket zum Wochenende

Nach dieser Woche sage ich für die nächsten 2 Tage: Stay away, Welt, lass' mich in Ruhe. Ich will nur: (Bild 1 , 2 , 3 , 4 via pinterest )     Ich will nicht: (Bild 1 , 2 , 3 ,  4 , via pinterest )

Bambi

Heute morgen saß mir in der U-Bahn eine Frau gegenüber, die sah ungefähr so aus: (via pinterest ) Sie blickte mit ihren Bambiaugen munter umher und ich fühlte mich schlecht (ich fühle mich momentan sowieso schlecht, ich friere ständig, auch mit dickem Schlafanzug und Winterdecke im 27 Grad warmen Wasserbett, mein Hals kratzt, die Nase juckt, am Samstag habe ich Fieber, ganz bestimmt, und ihr Anblick hat mich nicht wirklich aufgemuntert). Wie kann man so aussehen, um 6 Uhr 38 an einem eisigen Novembermorgen? Normalerweise sehen die Leute in der Bahn um 6 Uhr 38 so aus wie ich. Zerknautscht wie Hundewelpen, müde, lustlose, alte Hundewelpen mit klitzekleinen geröteten Äuglein, die vor sich hin dösen, auf's Handy oder in die Bildzeitung starren. Keiner sieht sich um, keiner sieht wach aus und KEINER TRÄGT DEN PERFEKTEN LIDSTRICH. Um diese Uhrzeit! Und überhaupt. Ich trage nie den perfekten Lidstrich. Ich trage nie Lidstrich, denn Lidstrich trägt man perfekt oder gar nicht. Ich ...